Mietspiegel der Stadt Brandenburg

(Link zur Stadtseite)

Alles soziale und propagandistische Gerede kann man sich sparen.

Vermieter können ohne Verbesserungen an der Mietsache regelmässig mehr Miete verlangen.

Aber es gibt immer noch gesetzlichen Schutz für die Mieter.

Man muss diesen nur kennen und wissen:
Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

Hier nun einige wichtige Tipps:

-Die Mieterhöhung muss schriftlich erfolgen und von allen Vermietern unterschrieben werden. Textform ist zulässig.

- Die Jahressperrfrist muss eingehalten werden. Frühestens 1 Jahr nach dem Einzug oder der letzten Mieterhöhung darf der Vermieter eine neue Vergleichsmietenerhöhung zuschicken.

- Kappungsgrenze ist zu beachten. Innerhalb von 3 Jahren darf die Miete höchstens um 20 Prozent steigen. Die Miete darf dabei aber nie über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus gehen.

- Vergleichsmietenerhöhungen sind ausgeschlossen, wenn ein Staffel- oder Indexmietvertrag oder ein Zeitmietvertrag mit „Festmiete“ abgeschlossen ist.

- Mieterhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete müssen immer begründet werden.

- Zulässige Begründungsmittel sind: Mietspiegel oder Mietdatenbank oder Sachverständigen-Gutachten oder 3 Vergleichswohnungen.

- Existiert vor Ort ein qualifizierter Mietspiegel, muss der Vermieter seine Mieterhöhungserklärung mit diesem Zahlenwerk begründen.

- Stützt er seine Mieterhöhungserklärung auf Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigen-Gutachten, muss er dem Mieter zumindest zusätzlich die Zahlen des qualifizierten Mietspiegels mitteilen.

- Wohnfläche mit entscheidend: Nicht nur der Quadratmeterpreis laut Mietspiegel, auch die Wohnfläche entscheidet, wie viel Miete letztendlich zu zahlen ist. Nachmessen kann sich hier lohnen.

- Überlegungsfrist: Der Mieter hat ausreichend Zeit zu prüfen, ob er der Mieterhöhung zustimmen muss oder nicht. Die Überlegungsfrist läuft den Rest des Monats, in dem er das Mieterhöhungsschreiben erhalten hat und zusätzlich noch 2 weitere Monate.

- Teilweise Zustimmung ist möglich. Der Mieter kann der vom Vermieter geforderten Mieterhöhung auch nur zu einem Teil zustimmen.